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Unsere Geschichte

Bereits im Jahr 1872 war auf Beschluss der Cartellversammlung in Breslau der Versuch unternommen worden, in Leipzig eine katholische Studentenverbindung zu gründen. Senior dieser Verbindung war Bbr. Porsch. Durch das Verbot der Universitätsbehörde wurde die Alamannia 1873 zur Auflösung gezwungen. Begründet wurde das Verbot mit dem Verstoß gegen das Disziplinargesetz, durch die Zielsetzung der Förderung des Interesses für das katholische Leben.

Der Beschluss zur Gründung der Burgundia wurde am 19. November 1879 von 7 CbrCbr gefasst. Im SS 1880 wurde Burgundia als freie Vereinigung in den CV aufgenommen. Erst 1891 erkannte der Senat der Universität die Satzung der Burgundia und den Titel „katholische Studentenverbindung Burgundia“ an. Vor allem Winfriden, Hercynen und Guestfalen halfen bei der Etablierung an der Universität. Ab dem WS 1915/1916 ruhte der Verbindungsbetrieb als Folge des ausgebrochenen 1. Weltkrieges. 17 BbrBbr fielen in diesem Krieg.

Im Februar 1919 wurde der Verbindungsbetrieb mit 6 aktiven Burschen und 8 Füxen wieder aufgenommen. 1920 wurde als Tochterkorporation in Dresden die K.D.St.V. Saxo-Thuringia gegründet, die noch im gleichen Jahr als freie Vereinigung in den CV aufgenommen wurde. Die Zeit zwischen dem ersten Weltkrieg und der Auflösung 1935 erlebte Burgundia in Bezug auf die Mitgliederzahlen als eine besondere Blütezeit. Als die 63. C.V. im Oktober 1935 in Würzburg die Auflösung des aktiven CV beschloss, musste auch Burgundia den Beschluss zur Auflösung der Aktivitas fassen. Der Altherrenverband formierte sich als Verband Alter CVer neu und löste sich erst im Juli 1938 auf.

Als siebte von zwanzig  CV – Verbindungen, die nach 1945 in den Westen wechselten, war Burgundia die einzige, die an einen Hochschulort ohne CV – Verbindung ging. Am 20. April 1949 wurde die Wiederbegründung an der Medizinischen Akademie Düsseldorf von 16 Philistern beschlossen. Am selben Tag wurden 10 am Verbindungsleben interessierte junge Mediziner als Füxe aufgenommen. Bis zum Publikationskommers im November konnten noch weitere drei Füxe rezipiert werden. Im November zählte die Aktivitas 26 Mitglieder – einschließlich der in Düsseldorf studierenden CbrCbr. Sinkende Immatrikulationszahlen an der Medizinischen Akademie erschwerten bis Ende der fünfziger Jahre die Keiltätigkeit. Hinzu kam, dass die Rezipierten schon im Studium weit fortgeschritten waren. Dies führte dazu, dass man die Keiltätigkeit auf Studenten ausdehnte, die von ihrem Heimatort Düsseldorf täglich zu den Universitäten in Köln, Bonn oder Aachen fuhren. So wurde auch vermieden, dass Burgundia eine reine Medizinerverbindung wurde.

 

Im Jahr 1955 konnte ein Haus, in dem eine Etage für die Verbindung zur Nutzung frei war, in der Freiligrathstraße 27 erworben werden. 1960 wurde für dieses Haus ein Umlegungsverfahren durch die Stadt Düsseldorf eingeleitet. Im November 1964 wurde der Grundstein für das jetzige Haus auf der Chlodwigstraße 88 gelegt; im Dezember 1965 konnte es eingeweiht werden. Im gleichen Jahr ermächtigte die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen den Kultusminister, die Medizinische Akademie in den Rang einer Universität zu erheben. Bis zu einer Universität mit mehreren Fakultäten war jedoch noch ein langer Weg. 1966 wurden zunächst zwei Fakultäten eingerichtet: eine Medizinische und eine Naturwissenschaftlich – Philosophische. Durch die Erhebung zur Universität war zwar die Möglichkeit, junge Studenten zu keilen, besser geworden, doch hat es auch im weiteren Verlauf der Verbindungsgeschichte Höhen und Tiefen gegeben.

1990 nahm Burgundia Kontakt zu der 1986 in Leipzig gegründeten katholischen Studentenverbindung Germania auf. Diese gehörte zu dieser Zeit noch nicht dem CV an. Ihr Aufnahmeantrag auf der Cartellversammlung 1990 in Tübingen wurde unter Hinweis auf die notwendige 6-semestrige Probezeit abgelehnt. Der CC der Burgundia dieses Jahres beschloss, den Sitz der Verbindung nicht nach Leipzig zurück zu verlegen oder eine zweite Aktivitas dort zu gründen. Vielmehr wollte man der Germania Unterstützung zukommen lassen. Heute tragen viele Burgunden das Germanenband und fahren regelmäßig nach Leipzig. So bleibt der Kontakt zu der Stadt, in der Burgundia gegründet wurde und die als Namenszusatz geführt wird, lebendig.


Im Jahr 2001 / 2002 stellte Burgundia erstmals in ihrer Geschichte den Vorort. Dieser leitet alle aktiven Verbindungen des CV.


„Per aspera ad astra!“, ad multos annos Burgundia.